Das Dorf

MiLocationssingdorf

ca. 120 Einwohner
Gem. Sigmundsherberg. Polit. Bez. Horn (NÖ)
Fläche: 3,0737 km²       Höhe über Adria: 382m

 

Missingdorf

Fliegeraufnahme Missingdorf

Längsangerdorf nördl. von Eggenburg. – Früh- und mittelneolithische, frühbronzezeitliche und hallstattzeitliche Besiedlung. Urk. 1156. Schloß 1524 an Georg von Puchheim. Im N ehem. Wasserschloß, östl. davon Gasse mit kleinen giebelständigen 2achsigen Häusern (Nr. 14, 15, 16, 17), A. 19. Jh. 4 seitige Hofanlage. Westl. Kellergäßchen mit schlichten Erdkellern.

Ehem. Wasserschloss, 16./17. Jh. W-Flügel als Wirtschaftshof sowie der quadrat. vorgeschobene S-Turm, im Kern 12. Jh., erhalten, dieser 1405 zur Kapelle umgebaut: Quadrat. Bau mit starken Mauern, Ziegelzeltdach, profilierte Gewändefenster, 15. Jh., an Seitenwänden je ein rundbogiges, südl. ein rechteckiges Portal; nördl. angebaute, bar. Halbkreisapsis, 18. Jh. Innen Kreuzrippengewölbe mit Schlußstein um 1495, Apsiskalotte. Ädikulaaltar mit seitl. Säulen und ausladendem Gebälk, M. 17. Jh. mit Bild Pietà von Georg Kugler, 1910.

Missingdorf alt

Fliegeraufnahme Missingdorf

Der Wirtschaftshof, ehem. W-Flügel, mit profilierten Gesimsen und Steingewändefenstern im Obergeschoß, 17. Jh. Reste des ehem. Wassergrabens erkennbar.

Häuser. Nr. 1: Speicher, 17./18. Jh.; mächtiger weithin sichtbarer Block, am östl. Ortsrand, 2geschossig, mit 2 Bodengeschossen, Walmdach, Eckquaderung, profilierten Gesimsen. Im oberen Bereich ovale Steinfenster. In Keller und Erdgeschoß Tonnengewölbe mit Stichkappen, breite tonnengewölbte Einfahrt mit Stuckgraten und Feldergliederung, über Stiegenanläufen Stuckgrate z. T. mit Zopfstabdekor. – Nördl. davon Nr. 35, Wirtschaftshof, 17. Jh.; Gebäudegruppe, z. T. mit Steingewändefenster, davor gemauerte Torbögen mit Voluten und Zinnenaufsätzen, 17. Jh. – Westl. des Schlosses ehem. Forsthaus, länglicher, eingeschossiger Bau mit 2jochigem kreuzgratgewölbtem Raum, im Kern 17. Jh. – Bei Nr. 11: Eingemauerter Stein, bez. IGK 1802.

Schloss Missingdorf 1672

KLEINDENKMÄLER. Tabernakelpfeiler mit abgefasstem Schaft, 17. Jh., östl. des Ortes. – Figur hl. Donatus auf geschwungenem Sockel, bez. 1803, südl. des Ortes.

entnommen aus dem DEHIO Niederösterreich (Nördlich der Donau)
Verlag Anton Schroll & Co.